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Parodontose: Parodontologie

Parodontopathien sind häufige Erkrankungen des Zahnhalteapparates. Ihre Ursache besteht meist in einer Infektion durch Bakterien, die zunächst eine Zahnfleischentzündung (Gingivitis) hervorrufen, welche dann auf den Knochen und den Zahnhalteapparat übergriff (Parodontitis). Zunächst schwillt das Zahnfleisch an, sieht gerötet aus und blutet schon bei leichter Berührungen. Wenn die Erkrankung voranschreitet, zieht sich das Zahnfleisch immer weiter zurück und der Zahn kann sich lockern und schließlich ausfallen.

Verlauf der Behandlung:

1. Diagnose
2. Therapie


Diagnose:

Am Anfang der Diagnose steht eine eingehende Untersuchung, Befragung an und verschiedene Tests werden durchgeführt um den Zustand des Zahnfleisches fest zustellen. Bei diesem Verfahren zur Bewertung des Zahnfleischzustands wird der sog. PSI (Parodontitis Screening Index) mit einer PA-Sonde erhoben, der Aufschluss über den Schweregrad der Erkrankung gibt.

0 = gesundes Zahnfleisch;
4 = schwere Entzündung;

Mit Hilfe von Röntgenaufnahmen ist es möglich, das Ausmaß und die Art des Knochenabbaus, Störfelder unterhalb der Schleimhaut, z.B. in Form von Ablagerungen (Konkrementen), überstehende Kronenränder.

Therapie:

Die Therapie gliedert sich in drei Schritte:

1. Vorbehandlung(Informations-, Motivations- und Hygienephase)
2. Therapie (geschlossene- und offene Behandlung)
3. Nachbehandlung

Die Vor- und Nachbehandlung ist für den Erfolg einer parodontalen Therapie unerlässlich. Störfelder im Mundraum, wie undichte Füllungen werden im Rahmen der Vorbehandlung beseitigt.

In der Therapie(geschlossene Behandlung) wird zunächst eine gewebeschonende geschlossene Kürettage eingesetzt. Dabei wird die Zahnfleischtaschen mit verschiedenen Instrumenten (Kürette und Ultraschall) gesäubert und die Zahnoberfläche geglättet.

Zum Schluss wird noch mit einer Spülung (Chlorhexidin) die Zahnfleischtaschen gereinigt. Diese Behandlung kann nach einiger Zeit wiederholt werden. Das Zahnfleisch kann bis zu 6 Tagen noch empfindlich sein.


Operation (offenen Behandlung)

Der Chirurgische Eingriff ist bei einer Zahnfleischtaschen tiefen von >6mm angebracht.

Bei der offenen Behandlung wird das Zahnfleisch mit einem Skalpell geöffnet, um besser an die entzündete Stelle heran zu kommen. Mit dem Raspeltorium wird das Zahnfleisch von dem Zahn abgehalten, damit das entzündete Zahnfleisch mit Küretten oder einer
Gingiva-Schere ab zutrennen. Falls Nötig wird Ersatzknochenmaterial zur Füllung von Hohlräumen eingebracht. Nach der Behandlung werden die geöffneten Zahnfleischtaschen mit einer Spülung (NaOCl, Chlorhexidin) gesäubert und anschließend werden diese vernäht.
In manchen Fällen werden dann noch Antibiotika verschrieben.


Nachbehandlung:

Bei der Nachbehandlung werden die Fäden gezogen und das Zahnfleisch kontrolliert. Wenn der Patient jeden Abend eine Zahnfleischmassage durch führt kann das Zahnfleisch wider besser durchblutet werden und kann den freigelegten Zahnhals schließen.


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